Zukunft der Livestreams

Zukunft der Livestreams

26. Februar 2019 Aus Von Andree Lindenblatt

Hallo Atlassianbegeisterte,

im Jahr 2017 haben wir angefangen euch virtuell auf unsere Usertreffen mitzunehmen. Damit konntet Ihr die Treffen live auf YouTube verfolgen solltet ihr nicht teilnehmen können.

Dies hat uns immer sehr viel Spaß gemacht und auch wenn die Anzahl der Zuschauer nicht sehr hoch waren, die Rückmeldungen waren durchweg sehr positiv.

Ein bisschen zum Grund für die Livestreams:

Früher haben wir nach den Treffen die Präsentationen als PDF online gestellt. So konntet ihr diese noch mal nachlesen und auch euren Kollegen und Teams weiterleiten. Hier war meistens die Herausforderung das bei einem Vortrag 80-90% der Informationen ja nicht in den Folien stehen sondern mündlichen vorgetragen werden. Das ist nun mal der Sinn eines solchen Präsentationsformates. Also haben Krimo und ich uns damals hingesetzt und überlegt wie wir hier Abhilfe schaffen können. Die Idee der Livestreams war geboren.

Warum schreiben wir das Ganze?

Bisher haben wir das MeetUp unserer Gruppe live via YouTube gestreamt und danach geschnitten und die Vorträge als Einzelvideos noch einmal veröffentlicht.

Leider hat sich durch ein Video der Kanzlei WBS eine Sachlage in mein Gedächnis gerufen, welche ich zwar irgendwie schon mal gehört habe aber einfach verdrängt hatte. Nämlich das Livestreams eigentlich eine Rundfunklizenz benötigen (hier das Video).

Eine Rundfunklizenz ist gemäß RStV grundsätzlich notwendig, wenn ein Angebot folgende Kriterien erfüllt:

  • der Beitrag ist live oder startet zu bestimmten Zeitpunkten (Sendeplan)
  • mindestens 500 Nutzer können das Angebot gleichzeitig wahrnehmen (technische Voraussetzung),
  • die Sendung ist journalistisch-redaktionell gestaltet,
  • und das Angebot steht regelmäßig bzw. dauerhaft zur Verfügung.

Gehen wir mal kurz durch:

  • Live oder bestimmter Zeitpunkt (Check, haben wir)
  • mindestens 500 Nutzer KÖNNTEN das Angebot anschauen (Technisch ginge das und es geht hier nur um die technische Möglichkeit, also Check)
  • Journalistisch-redaktion gestaltet (Wir haben ne Agenda und festgelegte Inhalte, also sehr wahrscheinlich auch Check)
  • Regelmäßig bzw. dauerhaft zur Verfügung (Check, ist ja einmal im Quartal)

Ergo, fallen wir voll unter die Rundfunklizenzpflicht 🙁

Wie lösen wir das Problem?

Nun, eine Rundfunklizenz zu beantragen ist zwar möglich, aber sehr komplex und kostet zwischen 1.000 und 10.000 Euro und der Antrag ist auch sehr komplex. Für uns als kleine User Group ist das nicht zu machen. Technisch können wir bei YouTube derzeit die Anzahl der Zuschauer nicht auf <500 beschränken, das soll wohl kommen, aber geht halt noch nicht.

Was bleibt also: Wir besinnen uns auf den eigentlichen Grund für den Stream: Die Präsentationen für euch und eure Teams zum nachlesen und weiterleiten. Für diesen Zweck ist kein Livestream notwendig, sondern es reichen die Einzelvideos der Sprecher.

Aus diesem Grund wird es in Zukunft leider keine Livestreams mehr geben, sondern wir nehmen die Treffen auf. Danach schneiden und veröffentlichen wir die Einzelvideos. Das wird nicht unbedingt am nächsten Tag sein. Ihr könnt aber gerne zum Treffen kommen und das ganze im echten Leben verfolgen 🙂

Wir hoffen das Ihr unseren Standpunkt verstehen könnt.

Liebe Grüße,

Euer Leader-Team (Andree, Heino und Krimo)